Ellie ist nach 40 Tagen wieder zu Hause!
Es ist unfassbar, einfach unglaublich! Ellie ist nach 40 Tagen und täglicher als auch nächtlicher stundenlanger Suche endlich wieder aufgetaucht. Die letzten Tage hatte ich abends eine weitere meinr Katzen für einige Stunden draußen „positioniert“. Ob sie es war, die Ellie den Weg gewiesen hat, weiß ich allerdings nicht. Die beiden waren nie sonderlich „dicke“, kannten sich aber immerhin. Ich bin am Donnerestag Abend, dem 09.04.2026, um 21:50 Uhr vor die Tür gegangen, um meine andere Katze endlich wieder ins Haus zu holen. Als ich gerade vor der Haustür stand, kommt mir auf halber Höhe des Gehwegs zur Tür hin ein unfassbar mageres, extrem langbeiniges, schmales, schwarzes Tier direkt entgegen. Ich habe einige Zeit gebraucht, um zu realisieren, dass es tatsächlich Ellie ist – erst, als sie schon im Haus war und nach der ersten Speisung direkt auf die Katzentoilette im Flur gegangen ist, habe ich angefangen, es zu realisieren. Sie hat ohne Unterbrechungen Laute von sich gegeben, was sie sonst nie gemacht hat. Es ist unfassbar, dass sie überlebt hat. Ich kann noch immer kaum fassen, dass sie es wirklich ist. Sie ist kaum wiederzuerkennen – abgemagert bis auf die Knochen, vollends dehydriert, voller Zecken und Mückenstiche, auf die sie allergisch reagiert, und der Kopf als auch seitlich der Hals sind mit schweren, wulstigen Narben gescheitelt – da wächst kein Haar mehr…
Was hat die kleine Maus nur all die langen Wochen neben Angst, Kälte, Hunger und Durst durchmachen müssen??? Wie und wo hat sie nur die eisigen Zeiten überdauern können??? Ich bin sooo unsagbar froh und dankbar, dass sie noch lebt, dass sie nicht erfroren ist, wovor ich all die langen Wochen große Angst hatte. Die letzten Wochen waren auch für mich die absolute Hölle.
Sie hat zwei Beutel Feuchtfutter, eine kleine Dose Thunfisch, zwei Schälchen Lachsöl, eine große Schale Knochenbrühe, Vitaminpaste, ein Katzen-Stick-Würstchen und Unmengen an Wasser aufgenommen. Ich habe ihr im Anschluss alle Zecken gezogen und die Wunden desinfiziert, die allerdings nicht mehr offen sind. Ich habe ihr die Innenohren, die vollends verdreckt waren, gereinigt, ihr mageres Fell so gut es ging, „auf Vordermann“ gebracht und sie unendlich lange gestreichelt. Sie ist grausam knochig und kantig. Ich habe noch niemals zuvor eine derart abgemagerte Katze gesehen. Ihre Haut ist übersät von Schorfstellen als auch Insektenstichen und -bissen, die sie fürchterlich quälen.
Ich hoffe, dass sie in einigen Monaten wieder zu Kräften gekommen sein wird und sich wieder dauerhaft in Sicherheit fühlt. Ich heule noch immer – vor Freude, vor Dankbarkeit, vor Ehrerbietung vor diesem zaubergenialen Wesen…